Zytomegalie – alles Wissenswerte

Zytomegalie ist eine Virusinfektion, die Du, wie Gonorrhoe, Chlamydien und Syphilis vorwiegend durch ungeschützten Geschlechtsverkehr bekommen kannst. Du kannst Dich mit Zytomegalie jedoch auch auf demselben Weg, wie mit einer Erkältung anstecken. Wirst Du von einer erkrankten Person direkt an geniest oder an gehustet kannst Du Dich genauso mit Zytomegalie anstecken, wie wenn die Person sich die Hand vor den Mund hält und Ihr Euch danach die Hand gebt, oder die selbe Türklinke benutzt, vorausgesetzt Du fasst Dir anschließend ins Gesicht. Bei Zytomegalie ist zu beachten, dass das Virus nach der Ansteckung für immer in Deinem Körper verbleibt und in fast all Deinen Körperflüssigkeiten, vorwiegend Blut, Urin, Speichel und Sperma enthalten ist. Du bist jedoch, anders als beim HI-Virus nicht dazu verpflichtet andere Menschen über Deine Erkrankung auf zu klären. Du solltest Dich dennoch bemühen andere Menschen nicht mit Zytomegalie anzustecken, da Zytomegalie durchaus tödlich enden kann.

Die wichtigsten Informationen zu Zytomegalie

Welche Symptome hast Du bei einer Ansteckung mit Zytomegalie?

Bist Du gesund und Dein Immunsystem stark, kann es sein, dass Du gar keine Symptome der Zytomegalie entwickelst. Falls doch werden Deine Symptome ähnlich denen eines grippalen Infektes sein. Es ist möglich, dass Du Fieber oder eine Lymphknotenschwellung bekommst. Du wirst Dich vielleicht auch einfach nur müde fühlen. Es können einige Wochen oder Monate nach der Ansteckung vergehen bis Du Symptome entwickelst. Dadurch, dass Deine Symptome denen einer Grippe so ähnlich sind kann es sein, dass Du unwissentlich bereits mit Zytomegalie angesteckt wurdest oder andxere angesteckt hast. Solltest Du unter einem schwachen Immunsystem leiden, eine Chemotherapie hinter Dir haben, eine Organtransplantation erhalten haben oder mit dem HI-Virus infiziert sein, kann es durch die Ansteckung mit Zytomegalie zu einer Lungenentzündung kommen. Solltest Du Dich zusätzlich auch noch mit Bakterien anstecken, können die Komplikationen so schwer werden, dass Du diese nicht überlebst.

Wie wird Zytomegalie nachgewiesen?

Als Blutspender wird bei jeder Spende Dein Blut auf Antikörper getestet. Sollte hierbei ein positiver Befund auftreten wirst Du darüber informiert und Deine Spende vernichtet. Ansonsten kannst Du Deinen Arzt auf Deinen Verdacht ansprechen. Dieser kann ebenfalls einen Antikörpertest mit Deinem Blut veranlassen. Bitte beachte hierbei, dass der Nachweis von Antikörpern keinen Aufschluss darüber zu lässt, wann Du Dich angesteckt hast.

Welche Besonderheiten gelten für Dich als Frau?

Als Frau bist Du in der unglücklichen Situation, dass Du bereits Dein ungeborenes Kind mit Zytomegalie anstecken kannst. Bist Du bereits vor deiner Schwangerschaft mit Zytomegalie angesteckt worden, besteht für Dich und Dein Kind in der Regel keine Gefahr. Steckst Du Dich jedoch innerhalb der ersten drei Monate Deiner Schwangerschaft mit Zytomegalie an, kann das bei Deinem Kind zu Fehlbildungen und Behinderungen führen. Es gibt die Möglichkeit Dein Blut in der Schwangerschaft regelmäßig auf Antikörper zu testen, dies ist jedoch keine Kassenleistung. Solltest Du bereits zu Beginn Deiner Schwangerschaft positiv getestet werden, bedeutet das jedoch nicht, dass Du Dein Kind nicht angesteckt haben kannst. Du kannst Dich genauso vom Moment der Empfängnis bis zur Feststellung Deiner Schwangerschaft angesteckt haben. Schwerwiegende Fehlbildungen können dann während Deinen Ultraschalluntersuchungen sichtbar werden. Gegebenenfalls überlebt Dein Kind die Ansteckung nicht. Hattest Du vor der Empfängnis nachgewiesenermaßen keine Zytomegalie, solltest Du während der Schwangerschaft und Stillzeit darauf achten Dich nicht an zustecken und regelmäßige Kontrollen durchführen lassen. Du kannst Dein Kind auch nach der Geburt, durch die Muttermilch anstecken, daher solltest Du auch in der Zeit danach sehr darauf achten Dich nicht an zustecken und weiterhin regelmäßige Blutuntersuchungen machen lassen. Die Symptome können sich bei Deinem Kind erst Jahre nach der Ansteckung zeigen und zu schweren Behinderungen führen. Hirnschäden, Entwicklungsverzögerungen und Gerinnungsstörungen können die Folge für Dein Kind sein.

Wie wird Zytomegalie behandelt?

Zytomegalie muss nur dann behandelt werden, wenn Du ein schwaches Immunsystem hast oder, wenn Du Dich während der Schwangerschaft mit Zytomegalie angesteckt hast. Ansonsten erfolgt in der Regel nur eine Behandlung Deiner Symptome, wie beispielsweise fiebersenkende Medikamente. Wird Deine Ansteckung in der Schwangerschaft schnell entdeckt, gibt es ein Medikament, dass Dein Kind davor schützt sich ebenfalls an zustecken. Hat sich Dein Kind bereits angesteckt, kann der Wirkstoff trotzdem über die Plazenta an Dein Kind weitergegeben werden und helfen die Infektion zu bekämpfen. Die meisten Kinder überleben die Ansteckung, egal ob während der Schwangerschaft oder danach, nicht. Hast Du gerade erst eine Organtransplantation hinter Dir oder bist zusätzlich mit dem HI-Virus infiziert, musst du ebenfalls medikamentös behandelt werden. Die Behandlung sieht vor, dass Du einerseits Medikamente bekommst, die verhindern, dass das Virus sich weiter in Deinem Körper ausbreitet. Andererseits wirst Du Medikamente bekommen, welche Deinen Körper bei der Herstellung von Antikörpern gegen das Virus unterstützen.Was ist Zytomegalie

Wie schützt Du Dich vor Ansteckung?

Du kannst Dich beim Geschlechtsverkehr durch die Benutzung eines Kondoms schützen. Bitte achte hierbei auf qualitativ hochwertige Produkte, da Du Dich natürlich auch anstecken kannst, wenn das Kondom platzt oder reißt. Ansonsten solltest Du Dir regelmäßig die Hände waschen und darauf achten Dir nur selten ins Gesicht zu fassen. Arbeitest Du beispielsweise im Pflegebereich solltest Du darauf achten unbeschädigte Handschuhe zu tragen, wenn Du mit den Körperflüssigkeiten anderer Menschen zu tun hast. Auch ist es natürlich von Vorteil, wenn Du Dir das Gesicht wäscht sobald Dich jemand direkt an geniest oder an gehustet hat. Nach der Benutzung öffentlicher Orte wie den öffentlichen Verkehrsmitteln oder einer öffentlichen Toilette solltest Du Dir natürlich die Hände waschen. Achte jedoch darauf, dass Du beim Verlassen der Toilette nicht die Türklinke benutzt, da Du Dir sonst gleich noch einmal die Hände waschen solltest, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Wie schützt Du andere vor Ansteckung, wenn Du das Virus in Dir trägst?

Du kannst Deine Familie vor Ansteckung schützen, indem Du Deine Kinder beispielsweise nicht auf den Mund küsst. Du solltest Dir selbst oft die Hände waschen oder desinfizieren. Wenn Du erkältet bist, ist es von Vorteil, wenn Du einen Mundschutz trägst. Du solltest immer darauf achten, dass sich die Körperflüssigkeiten Deiner Kinder nie mit Deinen Körperflüssigkeiten vermischen. So solltest Du beispielsweise beim verarzten von Verletzungen Deiner Kinder Handschuhe tragen. Du solltest kein Blut mehr spenden sobald Du von Deiner Erkrankung erfährst, auch Organspenden solltest Du unterlassen. Achte darauf Dir nicht in die Hand zu niesen und danach andere Menschen oder Objekte zu berühren, bevor Du Deine Hände nicht desinfiziert hast. Besonders alte Menschen, kranke Menschen und Kinder sollten vor Ansteckung geschützt werden. Daher solltest Du im Umgang mit diesen besonders auf Hygiene achten. Arbeitest Du im Pflegebereich und weißt, dass Du Träger des Virus bist solltest Du Deine Patienten möglichst nur mit Handschuhen berühren und im Idealfall einen Mundschutz tragen.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*