Tripper – Worum handelt es sich?

Tripper ist auch unter dem Namen Gonorrhoe bekannt. Dabei handelt es sich um eine sexuell übertragbare Krankheit, die durch eine Infektion mit Gonokokken verursacht wird. Das verantwortliche Bakterium Neisseria gonorrhoeae wurde von dem Hautarzt Albert Neisser im Jahre 1879 entdeckt. Die Symptome sind bei Frauen meist schwächer als bei den Männern der Fall ist. Kommt es zu keiner Behandlung, werden sich die Gonokokken im Körper ausdehnen und weiter verbreiten. Diese Bakterien verursachen eine Entzündung der Geschlechtsorgane und der Harnorgane. In Folge dessen kommt es zu einem eitrigen Ausfluss aus der Harnröhre. Zusätzlich können aber auch andere Körperstellen von dem Tripper betroffen werden. Durch die Verwendung von Kondomen kannst Du die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Ansteckung sehr reduzieren.

Tripper oder auch Gonorrhoe, wir klären auf

Tripper bei Frauen und Männern

Während die Symptome bei Männern meist relativ stark ausgebildet sind, handelt es sich bei Frauen um eine schwächere Symptomatik. Dies kann aber auch gleichzeitig ein Risiko darstellen. Denn somit wird das Erkennen sehr viel schwerer gemacht. Neben der sexuellen Übertragung kann es bei einer Schwangerschaft auch zur Übertragung auf das Kind kommen. In der Vergangenheit war dies Form einer Gonorrhoe oftmals die Ursache einer Erblindung bei den Kindern. Man sprach deshalb in der westlichen Welt von der Neugeborenen-Blennorrhö. Deshalb wurde eine Credé-Prophylaxe betrieben, wobei eine ein prozentige Silbernitrat-Lösung in die Augen getropft wurde. In der Gegenwart helfen Salben oder antibiotische Augentropfen dem Neugeborenen.

Tripper vorbeugen

Ungeschützter Geschlechtsverkehr, sowie Sexualpraktiken wie Oralverkehr und Analverkehr gelten als Verursacher der Gonokokken. Genau an diesem Punkt kannst Du ansetzen und dem Tripper vorbeugen. Ein fester Sexualpartner und eine monogame Beziehungsführung reduziert das Risiko. Somit verfügst Du über einen idealen Schutz vor Tripper. Lass Dich regelmäßig untersuchen. Der Gang zum Arzt gibt Dir die erforderliche Sicherheit. Somit bist Du zu jeder Zeit auf dem neuesten Gesundheitsstand und es kommt nicht zur Ausbreitung der Gonorrhoe. Natürlich muss auch Dein Partner so handeln. Sei Dir also bewusst, dass Du bereits ab dem ersten sexuellen Kontakt vorsichtig sein solltest. Antibakterielle Augentropfen beugen bei Babys dem Tripper-Erreger vor. Es handelt sich um eine Credé-Prophylaxe, die in Verdachtsfällen zur Anwendung kommt. Eine Vorbeugung durch Impfungen ist jedoch leider nicht möglich. Das unterscheidet Tripper von anderen Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel Hepatitis A. Derzeitig ist kein Impfstoff gegen eine Gonorrhoe erhältlich.

Vorkommen und Häufigkeit der Tripper

Auf der ganzen Welt ist Tripper verbreitet. Dies ist ähnlich wie bei anderen Geschlechtskrankheiten (Aids, Genitalwarzen, Feigwarzen). An dieser sexuell übertragbaren Krankheit, auch STD genannt, können ausschließlich Menschen erkranken. Es handelt sich nach Studien um die am dritten häufigsten vertretene sexuell übertragbare Krankheit. Jährlich erkranken in etwa 106 Millionen Menschen. Noch vor einigen Jahren war die Anzahl der Tripper-Erkrankungen rückläufig. Aber seit den 1990 Jahren wird eine stetige Zunahme der Tripper-Erkrankten innerhalb von Deutschland beobachtet. Vor allem jüngere Erwachsene zählen zu den Betroffenen. Männer und Frauen können dabei gleichermaßen erkranken. Der Altersdurchschnitt liegt bei etwa 30 Jahren.

Tripper und Probleme bei der Therapie

Es handelte sich bei Tripper bis zum Jahr 2000 um eine meldepflichtige Krankheit. Dennoch wurde viele Fälle nicht offiziell angegeben. Aus diesem Grund wurde in Deutschland die Meldepflicht aufgehoben. Somit können keine genauen Daten zur Häufigkeit genannt werden. In den kommenden Jahren könnte es mit dieser Erkrankung zu einer erheblichen Problematik kommen. Dies ist darin begründet, dass einige Gonokokken-Stämme eine Resistenz gegen die angewendete antibiotische Gonorrhoe-Therapie entwickelt haben. Man spricht auch von einer Antibiotikaresistenz. Derzeitig erfolgt die Therapie aus einer Kombination von zwei verschiedenen Antibiotika-Arten. Ein einziges Präparat gewährleistet leider nicht die erforderte Sicherheit. Hauptsächlich werden im asiatischen Raum vermehrt resistente Gonokokken-Stämme gefunden.

Ursachen und Risikofaktoren von Tripper

Für die Ansteckung/Erkrankung mit Gonorrhoe ist die Infektion mit dem Bakterium Neisseria gonorrhoeae die Ursache. Durch Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Person kommt es schließlich zur Übertragung. Dies geschieht, indem bakterienhaltige Körpersäfte mit der Schleimhaut kontaktieren. Dies können die Harnröhre, Augenbindehaut oder der Rachen sowie der Muttermund sein. Befinden sich die Bakterien jedoch außerhalb des menschlichen Körpers, so ist ein weiteres Bestehen ausgeschlossen. Das Absterben dieser Bakterien wäre schließlich die Folge. Deshalb kann eine Übertragung fast nur durch ungeschützten Vaginalverkehr, Oral- oder Analverkehr erfolgen. Die Vermehrung erfolgt zuerst am lokalen Infektionsort. Dabei wird eine Entzündung ausgelöst. Wird keine Behandlung vorgenommen, so kommt es zur weiteren Ausbreitung. Besonders betroffen sind häufig wechselnde Geschlechtspartner oder Menschen, die sexuelle Dienstleistungen ausüben oder in Anspruch nehmen.

Verdacht auf Tripper

Beim Verdacht von Gonorrhoe ist die unmittelbare Kontaktierung mit einem Facharzt für Hautkrankheiten und Geschlechtskrankheiten erforderlich. Dieser Ansprechpartner hilft Dir und kann erste Symptome rechtzeitig deuten und entsprechend behandeln. Diese Ärzte werden auch als Venerologe bezeichnet. Es handelt sich um das Fachgebiet sexuell übertragbarer Krankheiten. Natürlich kannst Du auch zu Deinem Hausarzt oder dem Frauenarzt gehen. Diese Ärzte sind meist die erste Anlaufstelle bei Verdachtsfällen. Anschließend wirst Du überwiesen und alles Entscheidende wird veranlasst. Bedenke immer, dass sämtliche Ärzte der Schweigepflicht unterliegen. Zeige keine falsche Scheu und vertraue Dich Deinem Arzt an. So kann eine ausführliche Kontroll-Untersuchung stattfinden und der eitrige Ausfluss kann behandelt werden. Männer unter 40 Jahren sollten außerdem auf eine Infektion mit Gonokokken untersucht werden, sofern eine Hoden- oder Nebenhodenentzündung vorliegt.

Eine Tripper-Diagnose

Bei der Diagnose müssen die zuständigen Gonokokken Krankheitserreger nachgewiesen werden. Dieser Nachweis kann durch einen Abstrich der Harnröhre, dem Rachen oder der After erfolgen. Durch ein Mikroskop wird der Befall sichtbar gemacht. Allerdings folgt ein kultureller Nachweis aus Gründen der Sicherheit. Dabei bedient man sich eines geeigneten Nährmediums und untersucht, ob sich die Gonokokken darauf nachweisen lassen. Im Labor ist man auf derartige Untersuchungen spezialisiert, so dass es sich um eine reine Routine-Arbeit handelt. Eine genaue Diagnose kann danach zügig gestellt werden. Dadurch wirst Du schnell erfahren, ob Du infiziert bist und wie der weitere Ablauf sein wird.

Symptome bei Tripper

Bei einer effizienten Therapie testet man auf die Wirksamkeit der Antibiotika. Dabei wird ersichtlich, welche Wirkstoffe besonders wirkungsvoll sind und welche Bakterien sich als resistent erweisen. Solltest Du keine Beschwerden haben, bist Du dennoch ansteckend und kannst andere Menschen gefährden. Jede Person reagiert anders und somit können die Krankheitsbilder teilweise stark voneinander abweichen. Die labortechnische Vermehrung des Bakterien-Erbgutes dient als wissenschaftlich erprobte Methodik. Manche Patienten klagen über Schmerzen, während andere Fälle weitgehend unbekannt bleiben.

Abhilfe bei Tripper oder Gonorrhoe, alle Infos

Tripper und die Behandlung

Zur Therapie eignet sich die Verwendung von Antibiotika am besten. Vor allem Penicillin kommt zum Einsatz. Die Penicillin -resistenten Gonokokken-Stämme von Asien oder Afrika stellen die eigentliche Problematik dar. Um diesem Fall entgegen zu wirken greift man vermehrt zu Cephalosporinen und Gyrasehemmern. Diese Behandlung ist empfohlen und verspricht die bestmögliche Behandlung. Eine Kombination der unterschiedlichen Antibiotika soll das Bakterium unschädlich machen. Bereits nach einer einmaligen Gabe der Antibiotika kommt es zum Absterben der Gonokokken. Der vorfristige Abbruch der Therapie ist dennoch nicht zu empfehlen. Resistente Keime könnten auf diese Weise unnötig gefördert und begünstigt werden.

Untersuchung bei Tripper

Auch die Sexualpartner müssen untersucht werden und möglicherweise behandelt werden. Eine Gomorrhoe Therapie ist auf jedem Fall ratsam und es sollte nicht auf ungeschützten Sex verzichtet werden. Dies trifft natürlich auch zu wenn keine Beschwerden auftreten oder keine Anzeichen entdeckt worden. Erst nach einer umfassenden Untersuchung durch den Facharzt kannst Du Dir sicher sein, dass keine Erkrankung vorliegt.

Tripper-Erkrankung und Prognose

Die Prognose von Tripper gestaltet sich meist positiv. Bei einer rechtzeitigen Behandlung musst Du nicht mit möglichen Spätfolgen rechnen. Solltest Du Dich allerdings gegen eine Untersuchung entscheiden, so sind Spätfolgen zu befürchten. Chronische Entzündungen der inneren Geschlechtsorgane könnten auftreten. Ebenso wäre es denkbar, dass Du mit anhaltenden Schmerzen kämpfen müsstest. Ein Verkleben des Samenleiters könnte ebenso eine Unfruchtbarkeit bedeuten. Deshalb ist eine Therapie sehr wichtig und verspricht den gewünschten Erfolg. Ein wichtiger Tipp ist dabei immer: Nutze den Rat Deines Arztes und gehe keine unnötigen Risiken ein. Se stets vorsichtig und nimm die angeratenen regelmäßigen Untersuchungen ernst. Durch die konsequente Benutzung von Kondomen lässt sich die Krankheit weitgehend eindämmen. Dieses einfache Hausmittel ist noch immer die stärkste Waffe im Kampf mit dem Tripper.

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