Trichomoniasis

Es gibt eine große Anzahl von sexuell übertragbaren Krankheiten. Während manche Krankeiten wie AIDS bzw. das HIV, Syphilis oder Tripper recht bekannt sind, gibt es andere, die etwas weniger bekannt, jedoch nicht weniger wichtig sind. Hier erfährst du alle wichtigen Dinge um die Trichomoniasis.

Was ist Trichomoniasis?

Diese Geschlechtskrankheit wird weder durch ein Virus, noch durch ein Bakterium verursacht, wie es bei den meisten Geschlechtskrankheiten der Fall ist. Es handelt sich um eine Infektion mit dem Geißeltierchen Trichomonas vaginalis. Die sind kleine Lebewesen von etwa 0,025 mm Größe. Trichomonas lebt auf der Vaginalschleimhaut der Frau und auf der Schleimhaut im Innern der Harnröhre, etwas seltener an der Vorhaut oder tiefer in den Geschlechtsorganen beim Mann.

Wie sieht Trichomoniasis aus?

Die Erkrankung ist relativ unauffällig. Bei Männern ist sie meistens gar nicht makroskopisch zu erkennen und bleibt in vielen Fällen auch ohne Symptome. Bei Frauen kommt es nach einer längeren Zeit ohne Symptome zu einer Entzündung der Vaginalschleimhaut und gleichzeitig zu einem eitrigen, gelben, unangenehm riechenden Ausfluss. Mikroskopisch ist der Befall durch winzige Narben charakterisiert, da die Trichomonaden die Schleimhaut schädigen.

Trichomoniasis Inkubationszeit

Da diese Erkrankung selbst nach der eigentlichen Inkuationszeit für einige Zeit symptomlos verläuft, ist die eigentliche Inkubationszeit bis heute nicht genau bestimmt. Die Schätzung besagt, dass der Zeitraum ungefähr zwische

n 5 und 28 Tagen lang sein kann.

Wie lange dauert Trichomoniasis?

Die Trichomoniasis Dauer hängt davon ab, wann die Erkrankung entdeckt und behandelt wird. Ohne eine Behandlung können insbesondere Männer ohne Symptome ein Leben lang die Krankheit haben, da sie unentdeckt bleibt. Bei Frauen ist die Dauer davon abhängig, wann es zu einem Ausbruch kommt und die Behandlung begonnen wird. Sobald die Behandlung begonnen wird, ist die Krankheit nach 5 oder 6 Tagen bekämpft.

Was tun bei Trichomoniasis?

Sobald du als Frau den charakteristischen, gelblichen, stinkenden Scheidenausfluss und die Entzündung bemerkst, musst du zum Arzt gehen. Dieser kann dann sofort mit der Behandlung beginnen und umso schneller hast du die Erkrankung wieder überstanden. Darüber hinaus solltest du alle Sexualpartner der letzten Wochen darüber informieren, da die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung sehr hoch ist. So können sie ebenfalls zeitnah die Behandlung beginnen, wodurch eine weitere Ausbreitung aufgehalten wird.

Trichomoniasis Verlauf

Der Verlauf dieser Geschlechtskrankheit unterscheidet sich sehr stark zwischen Mann und Frau. Bei beiden Geschlechtern kann es jedoch bei einem Ausbruch zu starken Entzündungen kommen. Ob und wie stark diese sind, hängt jedoch hauptsächlich davon ab, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. Ein Selbsttest ist nur indirekt über die Symptome möglich. Als sinnvoller Trichomoniasis Test gilt insbesondere ein Abstrich der Schleimhäute. Da der Parasit sich nur außen an diese anheftet, jedoch nicht in den Körper eindringt, ist dies eine enfache und effiziente Methode um die Trichomonaden unter dem Mikroskop zu erkennen.

Trichomoniasis Mann

Beim Mann verläuft diese Geschlechtskrankheit oftmals wesentlich komplikationsärmer und manchmal so unauffällig, dass sie gar nicht entdeckt wird. Erst die Ansteckung einer Frau, mit einem Auftreten schwererer Symptome führt zu einer indirekten Erkennung. Nur in schweren Fällen kommt es zu einer Entzündung der Harnröhre, welche entsprechend schmerzhaft ist. Durch die unentdeckte Ansteckung gehört Trichomoniasis zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten.

Trichomoniasis Frau

Bei Frauen sind die Trichomoniasis Symptome wesentlich ausgeprägter und führen praktisch immer zu einem außerordentlich unangenehmen Verlauf der Krankheit. Nach einer Latenzzeit von bis zu etwa einem Monat kommt es zu einem offenen Ausbruch der Infektion. Die einzelligen Parasiten haben sich dann in großer Zahl vermehrt und an der Vaginalschleimhaut festgesetzt. Dort schädigen sie die Zellen, indem sie diese mit Ausläufern regelrecht anstechen und darüber ihre Nährstoffe beziehen. Diese Schädigung führt zum Absterben der Zellen, wodurch eine schmerzhafte Entzündungsreaktion auftritt, welche zu dem typischen eitrigen Ausfluss führt. In wenigen Fällen kann eine Infektion zu einer temporären Unfruchtbarkeit führen.

Trichomoniasis Ursachen

Die wichtigste Ursache für die Erkrankung ist ungeschützter Geschlechtsverkehr. Dabei werden die einzelligen Parasiten einfach und schnell Übertragen. Nur außerordentlich selten kann es zu einer indirekten Übertragung, beispielsweise bei oralem Geschlechtsverkehr kommen. Auch eine indirekte Übertragung durch andere Körperteile und Gegenstände, welche mit den Schleimhäuten der Geschlechtsorgane in Berührung gekommen sind, ist möglich. Diese Übertragungen sind jedoch deutlich seltener als die direkte Übertragung beim Geschlechtsverkehr. Während Männer, aufgrund des symptomfreien Verlaufs die wichtigeren Überträger sind, kann eine Trichomoniasis Ansteckung bei einer Frau wesentlich größere Probleme zur Folge haben. Da die Parasiten die Schleimhaut angreifen und durch die Schädigung einzelner Zellen zur Bildung winzigster Narben führen, mindern sie den eigenen Schutz gegenüber anderen Krankheiten. So hat sich gezeigt, dass Frauen, welche einmal mit Trichomonas infiziert waren, ein höheres Risiko haben sich selbst mit HIV zu infizieren und, wenn sie das Virus in sich tragen, es an an Geschlechtspartner leichter weitergeben können.

Mittel gegen Trichomoniasis

Es gibt drei verschiedene Arten, wie du etwas gegen eine Trichomonas Infektion tun kannst. Vorbeugend, und ohnehin die beste Wahl, ist geschützter Geschlechtsverkehr mit einem Kondom. So kannst du verhindern, dass es überhaupt zu einer Ansteckung kommt. Falls du dich jedoch bereits mit der Krankheit angesteckt hast, so solltest du darauf verzichten irgendwelche Trichomoniasis Hausmittel ausprobieren zu wollen. Bis heute gibt es kein Hausmittel, welche diese Parasiten erfolgreich bekämpfen könnte und alleine der Versuch schadet dir, da du die Krankheit unnötig lange mit dir trägst. Ausschließlich die Behandlung mit einem geeigneten Antibiotikum bekämpft diese Infektionskrankheit schnell und zuverlässig. Neben der Behandlung mit Antibiotika, können Frauen unterstützend Vaginalzäpfchen nutzen, welche die natürliche Vaginalflora wieder aufzubauen helfen. Insbesondere verschiedene Milchsäurebakterien helfen einen wirksamen Schutz vor anderen Infektionen aufzubauen und sollten unterstützt werden, da die Trichomonaden den Bakterienrasen ebenfalls schädigen.

Trichomoniasis Antibiotika

Um diese Geschlechtskrankheit erfolgreich bekämpfen zu kö

nnen, müssen die parasitären Einzeller abgetötet werden. Die Schäden an den Schleimhäuten sind dagegen so winzig und vor allem oberflächlich, dass sie nach erfolgreicher Behandlung der Krankheit von alleine abheilen und kaum größere Probleme verursachen. Für die Behandlung gibt es ein einziges Antibiotikum, welches die Trichomonaden sehr effizient abtöten kann. Dabei handelt es sich um den Stoff Metronidazol. Das Antibiotikum ist bei einer Infektion somit der einzige sinnvolle Mittel für die Behandlung von Trichomoniasis. Apotheke oder entsprechende Ärzte sind die richtige Anlaufstelle um den Stoff, in Form verschiedenster Mittel, zu erhalten. Es gibt das Antibiotikum in einer Vielzahl von Formen, von denen jedoch nicht alle gleichermaßen gebräuchlich sind. Zu den besonders oft eingesetzten Medikamenten gehören Tabletten, Vaginalcremes und Vaginalzäpfchen, doch auch als Injektion ist der Stoff erhältlich.

Trichomoniasis Therapie

Bevor mit einer Therapie überhaupt angefangen werden kann, ist die korrekte Diagnose durch einen Arzt unverzichtbar. Erst wenn klar ist, dass es sich bei der Erkrankung tatsächlich um eine Trichomonas Infektion handelt, macht eine entsprechende Trichomoniasis Behandlung Sinn. Da die Einzeller, insbesondere bei Männern, recht tief in die Geschlechtsorgane eindringen können, muss der Wirkstoff auf eine entsprechend effiziente Weise an den Erreger herangeführt werden. Dies geschieht in der Regel indem Betroffene das Antibiotikum in Form von Tabletten bekommen. Der Wirkstoff wird über den Darm aufgenommen und verteilt sich über die Blutbahnen im gesamten Körper. So erreicht er auch Stellen, die von außen nicht zugänglich sind und tötet auch dort die Trichomonaden wirksam ab. Insbesondere bei Frauen gibt es jedoch noch zwei weitere Darreichungsformen, welche die Konzentration des Wirkstoffs lokal deutlich anheben und die Wirksamkeit entsprechend steigern. Dabei handelt sich einerseits um eine Trichomoniasis Creme, welche an der Vagina aufgetragen wird, und andererseits um Trichomoniasis Vaginalzäpfchen, welche eingeführt werden und den Wirkstoff über einen längeren Zeitraum in recht konstanten Mengen an die Umgebung abgeben. Die Wirkungsweise von Metronidazol ist jedoch indirekt. Die Trichomonaden nehmen den Stoff auf und verstoffwechseln ihn. Erst die Produkte die dabei entstehen sind für den Erreger schädlich und zerstören seine DNA. Da eine solche Wirkung die Erreger vergleichsweise langsam abtötet, muss die Behandlung entsprechend lange fortgesetzt werden. Es hat sich gezeigt, dass erst nach 5 bis 6 Tagen alle Trichomonaden abgetötet werden und die Infektion abklingt. Somit ist diese Geschlechtskrankheit zwar vergleichsweise gut zu heilen, jedoch insbesondere für Frauen sehr unangenehm.

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