Syphilis – Übersicht, Ursachen und Therapie

Geschlechtskrankheiten sind auf dem Vormarsch. So traurig das Thema ist, aber so banal ist es zu sagen, es scheint schon ein “Trend” in Aufwärtsrichtung erkenntlich zu sein. Immer mehr Menschen erkranken auch deutschland- und europaweit an HIV und Tripper, aber als würde das nicht reichen, ist auch Syphilis auf dem Weg weiter steil nach oben. Woran das liegt? Das kann an dieser Stelle nur schwer gesagt werden. Mangelnde Aufklärung mag vieler Orts sicherlich eine Begründung sein, aber die meisten agieren noch immer nach dem Credo “mir passiert das nicht” oder “man sehe es Menschen an, wenn sie eine Geschlechtskrankheit haben”. Beides ist eine fatale Kombination aus Leichtsinn und Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, die gut und gerne zur Folge haben kann, dass Syphilis eine durchaus unangenehme Geschlechtskrankheit sich schnell bemerkbar macht.

Syphilis - Übersicht, Ursachen und Therapie

Was ist Syphilis?

Ja es stimmt, Lues venerea ist heute chronisch und nicht mehr, wie vor vielen Jahren tödlich. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Geschlechtskrankheit auf die lockere Schulter genommen werden sollte und bitte nicht glauben, man sehe sie jemanden an. 100.000 Menschen erkranken jährlich im Westen Europas an der bakteriellen Infektion durch ungeschützten Sexualverkehr und das ist keine kleine Hausnummer, sondern bedenklich. Die Infektion kann zu schweren Schäden führen, wenn jemand nicht zum Arzt geht und auch weiterhin im schlimmsten Fall ohne Behandlung tödlich sein, aber in aller Regel gehen Betroffene beim ersten Verdacht zum Arzt. Durch das Treponema pallidum Bakterium wird die Krankheit ausgelöst, die im Übrigen vermehrt bei Männern zwischen 30 und 40 Jahren auftritt und hier liegt die Zahl sogar mit 80 Prozent deutlich höher, als angenommen. Pro Jahr gehören in Deutschland im Schnitt 3500 gemeldete Fälle begutachtet und das zeigt auf, dass die Ansteckungsgefahr stetig zunimmt.

Ursachen einer Syphilis

Das spiralförmige Stäbchenbakterium Treponema pallidum ist der Auslöser für Syphilis. Eine Ursache ist allerdings der ungeschützte sexuelle Verkehr mit Mann oder Frau, welche an Syphilis erkrankt sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob Lues venerea via Vaginal- oder Analverkehr sowie Oralverkehr übertragen wird. Die Übertragungsquote ist ungemein hoch und liegt bei 40 bis 60 Prozent, sodass die hoch ansteckende Infektion sich so rasant weiterverbreitet.

Erste Syphilis Anzeichen und Symptome

Wie sieht Syphilis aus ist nur eine der vielen Fragen. Sicher ist, dass es vier Stadien gibt, wo Symptome oder Anzeichen zu erkennen sind. Wobei die letzten 2 Stadien schon die kritischen Stadien sind und sich erst nach Jahren der Ansteckungszeit bemerkbar machen. Aus diesem Anlass ist nochmals um die Bedeutung von Verhütungsmitteln zu sprechen, weil Syphilis hoch ansteckend ist und behandelt werden muss.

In der ersten Phase nach der Ansteckung fallen kleine Schwellkörper oder knotenartige Wölbungen in dem jeweiligen Bereich wie Penis, Scheide oder After auf. Die ersten Symptome der Lues I Phase folgen im Schnitt nach 10 bis 30 Tagen. Von Schmerzen ist hier nicht die Rede, aber die Geschwüre hinterlassen nach Abheilung immer Narben und sondern eine klare Flüssigkeit ab, welche wiederum mit dem Syphilis Erreger in hohen Mengen versehen ist und die Ansteckung so enorm gefährlich macht.

Die zweite Phase Lues II kommt meist erst nach 2 Monaten zum Vorschein, wo sich der Erreger jetzt in den Körper weiter verbreitet. Das Blut sowie die Lymphwege sind betroffen und führen dazu, dass klassische Krankheitssymptome missverstanden werden. Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und diese klassischen Anzeichen machen es für Betroffene häufig schwer, zu erkennen, dass sie an Syphilis erkrankt sind.

Syphilis Ansteckungsgefahr

Die hohe Übertragungsquote von 40 bis 60 Prozent bei Betroffenen sollte als ansteckend oder hoch ansteckend klassifiziert werden. Die Übertragung ist mit einer infizierten Person schnell möglich und die Prozentzahl derer, die sich angesteckt haben zeigt deutlich auf, dass ungeschützter Kontakt hier keine Empfehlung ist.

Syphilis Behandlung

Der erste Schritt, um feststellen zu können, ob man an der weit verbreiteten Geschlechtskrankheit nach Filzläuse, Tripper sowie HIV erkrankt ist, ist der Gang zum Frauenarzt oder einem Urologen. Gerne kann auch der Hautarzt aufgesucht werden. Der Verdacht von Syphilis sollte schon telefonisch mitgeteilt werden, damit entsprechende Vorsichtsmaßnahmen gewahrt werden können. Nun erfolgt durch den jeweiligen Facharzt die genaue Begutachtung der Stellen, Bluttests und weitere Maßnahmen, um die Diagnose Syphilis stellen zu können sowie die Behandlung entsprechend weiter mit entsprechenden Therapiemaßnahmen auf den Weg bringen zu können.

Syphilis Therapie

Wurde von einem Facharzt die Diagnostik Syphilis gestellt, dann erfolgt meist Antibiotika als Behandlungsform oder Penicillin. Dies wird meist mittels Spritze injiziert, aber kann auch via Infusion gegeben werden. Die Dosierung der jeweiligen Medikamente liegt vorwiegend am Stadium der Lues venerea Erkrankung, sodass es bis zu mehreren Wochen dauern kann. Die medikamentöse Behandlung soll die starke Ansteckungsgefahr mildern sowie deren Verbreitung im Körper, was eben Tage bis Wochen je nach Stadium dauern kann.

Ein Vermerk am Rande ist, dass kein Sexualverkehr mehr möglich ist, bis die Abheilung gewährleistet wurde. Der Partner muss sich in jedem Fall auch testen lassen, weil das Risiko einer Ansteckung zu groß ist.

Was tun bei einer Syphilis-Erkrankung?

Was zu tun ist, ist ganz einfach, sofort einen Arzt aufsuchen, wenn man gehört hat, der Sexpartner hat die Krankheit oder das Gerücht im Umlauf ist. Gar nicht erst warten, ob man sich angesteckt hat oder nicht, weil bis zu 40 und 60 Prozent liegt die Chance, dass man sich angesteckt hat, was sicherlich sehr hoch. Nicht erst warten, ehe die Symptome und Anzeichen da sind, sondern sofort gehen. Weiß ein Betroffener nicht, das der Gegenüber erkrankt ist, dann müssen die ersten Symptome wie die harten Knubbel, wie sie umgangssprachlich gerne genannt werden im Intimbereich sofort kontrolliert werden.

Eine schnelle Behandlung bei Syphilis ist wichtig!

Syphilis Dauer und Heilungschancen

Wieso kann die Lues venerea noch immer zum Tod führen? Ganz einfach, weil Syphilis beim Mann oder Syphilis bei Frau vom ersten Stadium bis in die Blutbahnen und Lymphknoten geht. Dort ist somit auch die Möglichkeit gegeben, dass Organe angegriffen werden sowie sich Aneurysmen bilden, welche wiederum zum Tod führen können. Das ist aber nur das schreckliche Szenario, wenn letzten Endes die vier Phasen von der Erkrankung nicht rechtzeitig erkannt werden. Sobald eine Flüssigkeit aus knubbelartigen Wölbungen oder Dellen im Intim- und Afterbereich zu sehen sind, dann heißt es, sofort zum Arzt, weil der Verdacht der ersten Phase der Lues venerea I besteht.

Eine rechtzeitige und konsequente Diagnostik, Behandlung und Therapie dauert in der Regel zwischen mehreren Wochen. Denn das hoch ansteckende Bakterium muss in seiner Ansteckungsgefahr gemildert werden und in seiner Ausbreitung im Körper, was ein wenig Zeit in Anspruch nimmt. Doch nach wenigen Wochen dürften bei rechtzeitiger Behandlung die Problematiken beendet sein.

Syphilis Inkubationszeit

Es ist falsch zu glauben, weil sich Betroffene schon in Phase 1 bis 4 befinden, dass die Erkrankung mit der Geschlechtskrankheit vorbei sei. 40 bis 60 Prozent stecken sich durch den Geschlechtsverkehr oral, vaginal oder anal durch das starke Bakterium an, sodass die Inkubationszeit dauerhaft gegeben ist. Jedoch machen sich die Phasen erst nach 10-30 Tagen in der ersten Phase bemerkbar, die zweite nach wenigen Wochen und die dritte sogar erst nach bis zu 5 Jahren. Trotzdem bleibt zu sagen, dass jeder Sexualpartner in diesem Zeitraum befürchten muss, an Syphilis erkrankt zu sein.

Syphilis Hausmittel gibt es nicht und eine Creme gegen Syphilis ebenfalls nicht. Die Geschlechtskrankheit ist gegen gängige Medikamente aus der frei verkäuflichen Apotheke ohnehin resistent, sodass hohe Dosierungen von Penicillin sowie Antibiotika meist intravenös eingeführt werden müssen. Aus diesem Anlass sowie der Gefahr hin, andere anzustecken und möglicherweise die Phasen des Bakteriums Lues venerea nicht richtig zu deuten, ist der geschützte Geschlechtsakt die einzige Möglichkeit, sich vor dem starken Bakterium namens Syphilis zu schützen, welches heute noch selten zum Tod führt,
durch gute Behandlungen, aber immerhin bei zu spätem erkennen noch immer eine Gefahr fürs Leben darstellt.

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