Hepatits A – Ursachen und Therapie

Hepatitis A ist eine Viruserkrankung, welche die Zellen der Leber im Körper angreift und schädigt, sowie die Organfunktion stört. Diese Krankheit selbst ist weltweit verbreitet, kann in seltenen Fällen durch engen körperlichen Kontakt, aber hauptsächlich durch kontaminiertes Essen oder trinken verbreitet werden. In Deutschland selbst gilt diese Geschlechtskrankheit als meldepflichtig, wie auch andere Geschlechtskrankheiten, beispielsweise AIDS, Hepatitis B, Syphilis. Das heißt sollte dein Arzt den Verdacht haben oder feststellen, dass du infiziert bist, so muss er dies dem Gesundheitsamt, selbstverständlich anonymisiert, melden. Diese können dann über weitere Schritte, wie beispielsweise einen Massenimpfung oder andere hygienisch notwendige Maßnahmen entscheiden.

Hepatits A, worum handelt es sich und wie behandelt man es

Beruhigend zu wissen daher: in Deutschland gab es zwar 2001 knapp 2300 gemeldete Fälle, 2016 hingegen nur noch etwa 800. Und auch wer einmal eine Infektion überstanden hat, ist für den Rest seines Lebens immun gegen diesen Virus.

Der Erreger von Hepatitis A

Der Hepatitis-A-Virus gehört zur Gruppe der Hepatoviren und ist daher verwandt mit Echoviren (Ursache einiger Gehirnhautentzündung und beispielsweise auch Pneumokokken), Coxsackieviren (Ursache einiger Gehirnhautentzündungen und Entzündungen der Herzmuskulatur) sowie der Polioviren (unter anderem Auslöser von Kinderlähmung).

Dieser Hepatitis-A-Virus ist sehr resistent gegenüber Umwelteinflüssen, so kann er ein bis zwei Monate ohne Wirt überleben, hält einen großen Temperaturbereich aus ohne abzustreben und weißt auch eine gewisse Resistenz gegenüber Desinfektionsmittel auf.

Ursachen von Hepatitis A

Du kannst dich recht schnell mit Hepatitis A anstecken, wenn du dich im Ausland befindest. Nicht umsonst ist Hepatitis A als Reisekrankheit bekannt. Dies passiert vor allem in Ländern mit schlechten Hygieneeinrichtungen und -bestimmungen. Denn man zieht sich den Virus vor allem durch mit Kot versuchte Lebensmittel oder Trinkwasser, aber auch durch verunreinigtes Badewasser zu. Solltest du daher Urlaub machen, musst du immer das Leitungswasser abkochen, bevor du es trinken kannst. Auch ungekochtes Essen solltest du vermeiden. Iss daher nur gekochtes oder gebratenes Essen und vermeide Straßenimbisse wo du nicht die Zubereitung des Essens beobachten kannst. Grund dafür ist, dass der Virus mit dem Kot ausgeschieden wird, und durch den Mund wieder aufgenommen wird.

In seltenen Fällen kann der Virus aber auch durch den Austausch von Blut übertragen werden. Insbesondere beim Geschlechtsakt selbst, wenn du kleinere, nicht immer sichtbare Verletzungen hast, ist Schutz durch ein Kondom unverzichtbar. Auch Drogenabhängige können sich durch das gemeinsame Nutzen einer Nadel untereinander anstecken.

Hepatitis A – Inkubationszeit und Ansteckungsrisiko des Umfeldes

Wie bei jeder Viruserkrankung wirst du nicht sofort krank nachdem du dich angesteckt hast. Im Gegenteil, es dauert bei Hepatitis A zwischen zwei bis sieben Wochen, bevor die ersten Symptome auftreten können. Auch bist du nicht die ganze Zeit über ansteckend für andere. Ansteckend bist du etwa zwei Wochen vor dem Auftreten der ersten Symptome bis zum endgültigen Ausscheiden aller Viren zwei Wochen nach abklingen der Symptome. Das heißt für dich, du selbst bist bei einem Krankheitsverlauf von zwei bis vier Wochen insgesamt sechs bis acht Wochen ansteckend und solltest daher auch auf Sex verzichten, auch deinem Partner zuliebe.
Auch ist es wichtig dein Umfeld zu verständigen, dass du dich mit Hepatitis A angesteckt hast. Denn alle Personen, mit denen du Kontakt hast, müssen sich bei auftreten der selben Symptome ebenso bei ihrem Arzt melden. Auch darfst du, das ist sogar gesetzlich geregelt, keine öffentlichen oder gemeinnützigen Einrichtungen aufsuchen. Das heißt weder Schule, Kitas noch große Menschenansammlungen dürfen von dir besucht zu werden. Aber keine Sorge, du musst deswegen nicht isoliert leben auf einer Quarantänestation. Du darfst schon nach Hause. Nur Lebensmittel einkaufen sollte dann nach Möglichkeit jemand anderes für dich und du solltest in der Zeit nicht unbedingt ein Familienfest ausrichten. Sonst kannst du aber normal deinen Alltag bewältigen.

Solltest du damit Probleme haben, melde dich einfach bei deinem Arzt oder dem Gesundheitsamt, diese stehen dir gerne beratend zur Seite.

Symptome Hepatitis A

Doch woran erkennst du nun genau, ob du dich infiziert hast oder nicht? Das lässt sich nicht klar genug sagen, da die Anzeichen dafür sehr allgemein sind und manchmal auch an schlechten Tagen oder Wochen vorhanden sind. So zählen neben Müdigkeit auch Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Muskel- und Gelenkschmerzen, Fieber, aber auch Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust zu den Symptomen. Dies trifft aber auch auf andere Erkrankungen wie eine Grippe oder Erkältung zu. Kinder weisen meist nicht einmal diese Symptome auf. Sicher feststellen lässt sich daher eine Infektion erst mit einer Untersuchung deines Blutes.
Jedoch kommt es in Einzelfällen zu einem schlimmeren Verlauf. So kann ein Druckgefühl im Bereich des Bauches entstehen, auf der rechten Seite, was ein Hinweis auf eine vergrößerte Leber ist. Auch kann die Milz vergrößert sein. Weiterhin kann sich die Haut gelblich färben (Gelbsucht) was schon auf eine Störung der Leberfunktion hinweist. Auch verdunkelt sich der Urin und Stuhl wird heller. Auch von einem starken Juckreiz wurde schon berichtet.

Hepatits A - Ursachen und Therapie

Verlauf und Behandlung von Hepatitis A

Bei einer Infektion mit diesem Virus brauchst du keine Angst vor Spritzen oder sonstigen Antiobiotika haben. Denn die Symptome verschieden innerhalb von zwei bis vier Wochen von alleine. Bei schlimmen Symptomen kann man Medikamente gegen das entsprechende Symptom nehmen, beispielsweise Kohletabletten bei Durchfall. Das einzige was man in der Zeit beachten muss, ist es, sich zu schonen, Bettruhe zu halten und seine Leber zu schonen. Dazu reicht es schon, auf fettige Speisen zu verzichten und Alkohol zu meiden. Ein schlimmer Krankheitsverlauf kommt nur dann zustande wenn es bereits Vorerkrankungen oder Schädigungen der Leber gab. Dann kann es auch zu Entzündungen in anderen Organen wie beispielsweise der Lunge oder dem herzen kommen. Und das kann im schlimmsten Fall auch mit dem Tod enden.

Vorbeugung von Hepatitis A

Selbstverständlich gibt es auch Möglichkeiten, einer Infektion vorzubeugen. Dazu gehört selbstverständlich der Schutz beim Geschlechtsverkehr. Das heißt, den Beischlaf nur mit einem Kondom ausführen, um Infektionen zu vermeiden.
Doch da Hepatitis A auch oftmals auf Reisen, statistisch gesehen am häufigsten bei Reisen in den Süden, erworben wird, empfiehlt sich eine Impfung durchzuführen.
Diese muss rechtzeitig erfolgen, in etwa zwei bis drei Wochen vor der anstehenden Reise, um einen ausreichenden Schutz gewährleisten zu können.
Solltest du in Kontakt mit jemanden gekommen sein, von dem du weist, dass er erkrankt ist, so kontaktiere bitte deinen Arzt. Er kann dann entscheiden, ob eine nachträgliche Impfung sinnvoll ist oder ob auf diese verzichtet werden kann.

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